Vergangene Veranstaltungen
Vom Nutzen und Nachteil historisch-politischer Bildung
Werkstattgespräch in der deutschen Nationalbibliothek
Was kann historisch-politische Bildung leisten – für die Demokratie und für unsere Zukunft als freiheitliche Gesellschaft?
Um diese Frage drehte sich unser Werkstattgespräch in der Deutschen Nationalbibliothek, das wir insbesondere vor dem Hintergrund des geplanten „Haus der Demokratie“ an der Frankfurter Paulskirche organisiert haben.
Kaum ein Ort bedeutet mehr für die deutsche Demokratie – und strahlt zugleich, in seiner heutigen Form, so wenig nach außen. So brachte es Dr. Kai-Michael Sprenger, Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, auf den Punkt. Genau das wollen wir als Bürgerverein ändern: mit unserem Programmvorschlag und mit konkreten Ideen für ein Haus der Demokratie als lebendigem Ort der Bildung und Erinnerungskultur.
Vorgetragen und mit unserem Publikum diskutiert haben - neben Dr. Sprenger - Prof. Dr. Dieter Hein, Kuratoriumsmitglied Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V., Ralph Horstkötter, im Hessischen Kultusministerium zuständig für Demokratie und Werte und Uwe Paulsen, Gymnasiallehrer und langjähriger Stadtverordneter in Frankfurt am Main.
Moderation: Bettina Wiesmann, Vorsitzende Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Fotos: Bernd Kammerer
Paris, Polen und Paulskirche - Perspektiven auf Exil
Neue Reihe „Brennpunkt Geschichte“ als Baustein für das künftige Haus der Demokratie.
Am Demokratieort Paulskirche soll auch die fokussierte Befassung mit Themen der Revolutionsgeschichte nicht zu kurz kommen. In Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift und der Goethe-Universität haben wir als Bürgerverein uns mit „Paris. Polen. Paulskirche - Perspektiven auf Exil im Zeitalter der Revolutionen“ auseinandergesetzt und zu den Aspekten Exil und Sprache, Exil und Recht sowie Exil und Romantik drei Wissenschaftler zu Wort kommen lassen. Denn die Erfahrungen von Flucht, Verbannung und Exil prägten die Nationwerdung von Polen und Deutschen historisch wie kulturell enorm. Die nationale Einheit in Freiheit - und damit politische Selbstbestimmung - zu erlangen, war DAS Fortschrittsprojekt des Jahrhunderts, das sich freilich für beide Völker erst viel später erfüllen sollte.
Moderation: Ansgar Kemmann, Leiter Projekte/Programme beim Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Danke auch an die Veranstalter der „Tage des Exils“, die dieses Jahr wieder in Frankfurt stattfinden und noch bis zum kommenden Wochenende ein beeindruckendes Programm anbieten!
Fotos: Lorenz Gempper
Wehrhafte Demokratie
Wehrhafte Demokratie - welche Rolle spielen die Bürger?
Die freiheitliche Demokratie ist unter Druck. politischen Ränder legen weiter zu, ihre Protagonisten radikalisieren sich. Und überall verhärten sich die Positionen. Was können wir als Bürgerinnen und Bürger tun, um unsere Demokratie täglich zu schützen und zu verteidigen?
Zu dieser Fragestellung diskutierten wir am 22. Juni mit einem hochkarätigen Panel in der Evangelischen Akademie im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Bürgerforum Paulskirche“.
Das zentrale Fazit: Demokratie lebt vor allem von gesellschaftlichem Engagement eines jeden Einzelnen. Wir dürfen nicht auf die Politik warten, vielmehr müssen wir uns vor Ort aktiv einbringen, das Gespräch lagerübergreifend suchen und mutig für die Demokratie einstehen - auch in politischen Parteien.
Panel: Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Paulus (Bundesverfassungsrichter a.D.), Dr. Alexander Jehn (Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit), Manja Gruhn (Steinhaus e.V. Bautzen) und Stephanie G. Hartung (Dozentin & Autorin).
Moderation: Ansgar Kemmann, Leiter Projekte und Programme, Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Fotos: Lorenz Gempper
Demokratie ohne Vereine?
Zukunft der Vereine als Gesellschaftsform der Demokratie
Motor für Integration, sinnstiftende Gemeinschaft, Trainingslager für Toleranz und Kompromiss in demokratischen Verfahren - Vereine sind elementare Schulen der Demokratie.
Dies war eine der Schlüsselerkenntnisse unserer zweiten Veranstaltung unserer neuen Reihe „Bürgerforum Paulskirche“. Es diskutierten Alon Meyer, Präsident TuS Makkabi 1965 Frankfurt e.V., Kaddy Pechout, Vorstand Deutsche Turnjugend im DTB e.V., Philipp Reschke, Vorstandsmitglied Eintracht Frankfurt Fußball AG und Petra Römer, Vorsitzende der Turngemeinde Bornheim 1860 e.V. miteinander und unserem Publikum.
Der Auftrag an die Politik? Vereine und Ehrenamtler würdigen und ihnen Steine aus dem Weg räumen! Der Auftrag an Bürgerinnen und Bürger? Uns beteiligen und einsetzen, wo immer ein Anliegen uns am Herzen liegt.
Einführung: Andreas Krebs, Schatzmeister Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Impulsvortrag: Prof. Dr. Dieter Hein, Goethe Universität
Moderation: Bettina M. Wiesmann, Vorsitzende Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Fotos: Lorenz Gempper
Braucht die Hessische Gemeindeordnung (HGO) eine Reform?
Auftakt zu unserer neuen Reihe „Bürgerforum Paulskirche“
Es diskutierten in einem bis auf den letzten Platz gefülltes Dormitorium des Karmeliterklosters FAZ-Ressortleiter Manfred Köhler, Stadtverordneter a.D. Uwe Paulsen, Innenminister Roman Poseck, OB a.D. Petra Roth sowie Bürgermeister und Verbandschef a.D. Karl-Christian Schelzke um die Frage, wie die Demokratie und die demokratische Teilhabe auf kommunaler Ebene gestärkt werden kann - und welche Reformen dafür notwendig sind.
Einführung: Bettina M. Wiesmann, Vorsitzende Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Moderation: Uta Rasche, Vorstandsmitglied Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Fotos: Lorenz Gempper